19.05.2017
Trier: "Synodengeist" geht Synodenbüro und Bistumsleitung "auf den Geist"

Seit einiger Zeit erhalten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bistums Trier
gelegentlich geheimnisvolle Nachrichten: Ein „Synoden-Geist“ meldet sich zu
Wort, mal mit Anregungen, mal mit Kritik,

mal mit Impulsen zur Umsetzung der Diözesansynode. Wurden die
Nachrichten zunächst mit Neugierde aufgenommen, macht sich mittlerweile
vielfach Unmut breit. Viele Adressaten glauben, dass das Synodenbüro
„dahintersteckt“ – und fragen sich, was der Sinn hinter den Aktionen ist.
„Der Synodengeist arbeitet nicht im Auftrag des Synodenbüros“, stellt
Christian Heckmann klar. „Leider ist das nicht erkennbar, da er oder sie
einfach das Logo der Synode benutzt und auch den Absender ‚Synode im
Bistum Trier‘ nennt.“ Eine Aktion an Karneval, bei der der Synoden-Geist
Türen und Fenster mit Aufklebern beklebt hatte, hatte zu Verärgerung bei
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geführt – und auch zu Reinigungskosten.
Nun sind alle Dekanate mit einem offiziell erscheinenden Anschreiben mit
Bistums- und Synodenlogo Adressat eines Flyers gewesen.
Synodenbüro und Bistumsleitung teilen die Verärgerungen vieler
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über den „Spuk“. Auch wenn man schon
erkennen könne, dass der Synoden-Geist die Synoden-Ideen mit kreativen
und systemkritischen Interventionen unterstützen will, appelliert das
Synodenbüro an die Person oder Personen hinter dem Geist, ihr Vorgehen zu
prüfen. Über eine Mailadresse, die sich der Geist zugelegt hat, hat das Büro
Kontakt aufgenommen. „Wir hoffen, dass der Geist zu der Einsicht gelangt,
dass es in dem sensiblen Veränderungsprozess, der viele Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter betrifft und herausfordert, Grenzen für solche Interventionen
gibt. Uns erreichen sehr verärgerte Reaktionen, die eher das Gegenteil dessen
bewirken, was wir als gute Absicht des Geistes annehmen“, heißt es in einer
Mitteilung der Bischöflichen Pressestelle.

Mehr Infos zur Synode: http://www.bistum-trier.de/heraus-gerufen/